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Donnerstag, 21. Mai 2009

34. Spieltag

Mit ein paar Tagen Verspätung noch ein paar Worte zum vergangenen Spieltag der Fußball-Bundesliga. Drei Mannschaften können theoretisch noch Meister werden, die Absteiger stehen auch noch nicht fest. Aber all das interessiert mich allenfalls am Rande. Borussia Dortmund hat sich mit dem 6:0 gegen Arminia Bielefeld eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem das vorangegangene Auswärtsspiel in Wolfsburg deutlich verloren wurde.

Acht der letzten neun Spiele hat die Borussia also gewonnen, sechs davon ohne Gegentor. Eine schöne Serie, die am kommenden Samstag veredelt werden könnte, sollte die Qualifikation zur Europa League gelingen. Dortmund spielt in Mönchengladbach, der punktgleiche HSV tritt in Frankfurt an, wo heute offenbar der Rausschmiss des Trainers beschlossen wurde.

Ein Sieg noch, dann würde der BVB die Saison auf jeden Fall als Fünfter beenden. Was für eine traumhafte Vorstellung! Dabei ist es weniger die Aussicht auf hoffentlich tolle Abende im Europapokal, die mich fasziniert, sondern vielmehr der Umstand, wieder zu den besten Mannschaften der Bundesliga zu gehören. Und das nach all den Jahren der Mittelmäßigkeit, den zwischenzeitlichen Abstiegsängsten, der Fast-Pleite und der fußballerischen Armut, die man als BVB-Fan leider viel zu oft ertragen musste in den Jahren 2003 bis 2008.

Aber Vorsicht! 2004 ging der BVB mit einer ähnlichen Ausgangslage ins Saisonfinale. Am 33. Spieltag konnte der VfL Bochum überholt werden und man lag auf Platz fünf. Ein Sieg am letzten Spieltag in Kaiserslautern und man wäre für den UEFA-Cup qualifiziert gewesen. Aber man spielte bloß 1:1. Die Bochumer gewannen und zogen vorbei. Ein Jahr zuvor hatte man die direkte Qualifikation für die Champions League vor Augen, aber ein 1:1 gegen Cottbus ermöglichte es dem VfB Stuttgart an der Borussia vorbeizuziehen.

Ich bin also gewarnt. Die Spieler des BVB sollten es auch sein. Sebastian Kehl, Dede und Roman Weidenfeller waren damals schon dabei und sind jetzt die Spiel- und Wortführer der Mannschaft. Speziell von diesen drei erhoffe ich mir, dass sie das Team zu einem Sieg in Mönchengladbach führen.

Comunio-Wahnsinn am letzten Spieltag

Ähnlich knapp wie in der Bundesliga geht es auch seit Wochen in meiner Comunio-Liga zu. Daran hat sich bis zum letzten Spieltag auch nichts geändert. Kannibaleus und ich haben am 33. Spieltag doch tatsächlich die selbe Punktzahl erreicht!

screenshot_comunio_33_blog

Das bedeutet, dass ich weiterhin zwei Punkte hinter Kannibaleus liege. Zwei Punkte! Nach 33 Spieltagen und jeweils über 1.100 Punkten!

screenshot_comunio_33_blog_gesamt

“Hätte ich am 27. Spieltag doch bloß Frei und Kringe aufgestellt”, denke ich manchmal. Beide Spieler erzielten beim 4:4 der Borussia in Hannover jeweils zwei Tore. Aber diese Denkweise führt zu nichts (außer Selbsthass) und ich bin mir sicher, dass sich der Kannibaleus ähnliche Fehlgriffe erlaubt hat.

Eine halbe Sportal-Note eines einzigen Spielers kann am Samstag über unsere Meisterschaft entscheiden. Ich reiche meinem Kontrahenten an dieser Stelle bereits die Hand und gratuliere ihm zu seiner herausragenden Saison. Wir beide hätten den Titel verdient, so viel steht bereits jetzt fest. Der Glücklichere von uns beiden wird am Ende auf Platz eins stehen.

Dienstag, 12. August 2008

We are red, we are white, we are... what?!

Ich bin ein großer Fan von Fußballtrikots. Ich interessiere mich für ihr Design, ihren historischen Bezug zum jeweiligen Verein, die Werbung, die sie tragen, die verwendeten Materialien und obendrein bin ich in dem Zusammenhang auch noch höchst abergläubisch: Welches Trikot bringt Glück? In welchem Dress spielt (m)eine Mannschaft offenbar besonders gut?

Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass das Tragen eines bestimmten Trikots für viele Fußballfans identitätsstiftend wirkt, vielleicht sogar stärker als beim schon viel länger verbreiteten Schal. Mit einem Trikot rückt mancher Fan noch näher an seine Lieblingsmannschaft oder seinen Lieblingsspieler heran, schließlich tragen beide das gleiche Outfit.

Ein Blick in die Fankataloge der Profiklubs oder auf die Masse an - mitunter exotischen - Angeboten in eBays Fußball-Fanshop genügt vollkommen, um zu erkennen, dass es sich beim sog. Trikot-Merchandising um eine riesige Einnahmequelle für Vereine und Sportartikelhersteller handelt. Speziell "mein" Verein Borussia Dortmund tut sich auf diesem Gebiet seit Jahren besonders hervor: der - letztlich gescheiterte - Versuch mit einer eigenen Ausrüsterfirma (goool.de) an mehreren Stellen der Vermarktungskette gleichzeitig (noch mehr) Geld zu verdienen, schließlich gefolgt von der öffentlich zelebrierten Rückkehr zum alten Ausrüster (Nike), illustriert das Streben nach höheren Einnahmen auf diesem Gebiet ganz gut.

Dazu gehört scheinbar selbstverständlich auch, dass man sich als Fußballverein Kapitalgesellschaft keinesfalls darauf beschränkt pro Saison lediglich ein neues Trikot unter die Leute zu bringen, sondern in der Regel mindestens zwei Jerseys anbietet. Gängige Praxis ist hierbei u.a. die Unterscheidung zwischen Ausweich- und Auswärtstrikot, oder auch der Grundsatz, dass bei Auftritten in internationalen Wettbewerben ein anderes Trikot getragen werden muss als z.B. in der Bundesliga.

Wie bereits angedeutet, ist Borussia Dortmund auf diesem Gebiet seit Jahren besonders kreativ und kommt in der Regel auf vier neue Trikots pro Saison! Neben dem sog. Heimtrikot ("Home"), darunter das äußerst umstrittene gelb-weiß gestreifte der Saison 2006/07, gibt es selbstverständlich ein Auswärtstrikot ("Away"), oftmals ein weiteres Ausweichtrikot ("3rd Jersey") und sogar ein - Achtung! - sog. Weihnachtstrikot! Jaja, sowas gibt es nur beim BVB! Dieses Shirt wird dann in den letzten paar Spielen vor der Winterpause getragen und ist wohl eine Art Merchandising-Stunt, da man in den letzten Jahren ja schlecht ein ChampionsLeague-Trikot anbieten konnte... Dementsprechend war man sich in der letzten Saison auch nicht zu schade extra für das DFB-Pokal-Endspiel mit einer weiteren einmaligen Kreation aus dem Hause Nike aufzulaufen. Einmalig ist hierbei auch das Stichwort, denn meistens handelt es sich bei diesen Super-Spezial-Trikots um sog. Standard-Templates, die Nike auch anderen Vereinen Kunden anbietet - lediglich die Farbkombination und das jeweilige Vereinswappen das Branding wird angepasst.

Für die kommende Saison hat man sich bis jetzt immerhin schon wieder drei neue Outfits einfallen lassen:

 

Über ein eventuelles UEFA-Cup-Trikot ist noch nichts bekannt - vielleicht hat man bei Nike und dem BVB auch etwas Angst davor, dass dieser Wettbewerb für die Schwarz-gelb-rot-weißen bereits Anfang Oktober nach nur zwei Spielen beendet sein könnte? Na, kein Grund zur Sorge, meine Herren, das nächste Weihnachtsfest kommt garantiert...